Kategorie-Archiv: Publikationen

Vertragliche Regelungen zum Antwortzeitverhalten interaktiver Computersysteme

Stiemerling, Oliver / Schneider, Jan: Vertragliche Regelungen zum Antwortzeitverhalten interaktiver Computersysteme, CR 2011, 345-351

Abstrakt

Ausgewogene und praxistaugliche vertragliche Regelwerke zum Antwortzeitverhalten von interaktiven Computersystemen zu entwerfen, ist eine echte interdisziplinäre Herausforderung. Denn neben Recht und Informatik muss insbesondere die menschliche Zeitwahrnehmung als Maßstab berücksichtigt werden. Dieser Beitrag stellt zunächst grundlegende Forschungsergebnisse der Software-Ergonomie vor, die einen nachvollziehbaren und differenzierten Maßstab dafür liefern, was ein Mensch bei der Nutzung von Software üblicherweise als “schnell” oder “langsam” empfindet Zusammen mit der vorgesehenen Verwendung eines Softwaresystems und den aktuellen technischen Möglichkeiten bildet dieser “menschliche” Maßstab im zweiten Teil des Beitrags die Grundlage für die Spezifikation und Bewertung von angemessenen Antwortzeiten. Dabei wird zunächst anhand eines konkreten Beispiels aufgezeigt, wie gewünschte Antwortzeiten in der Leistungsbeschreibung einfach und trotzdem umfassend und überprüfbar spezifiziert werden können. Es wird außerdem gezeigt, wie einzelne, technisch oft nur schwer und teuer zu verhindernde “Ausreißer” bei der Antwortzeit für beide Seiten praxistauglich und fair berücksichtigt werden können und wie man Verzögerungen durch Drittsysteme und andere Umstände, die außerhalb des Einflussbereichs des Entwicklers liegen, im Vertrag angemessen berücksichtigen kann. Abschließend werden konkrete Vorschläge für Vertragsklauseln gemacht, die fallweise eine passende Risiko- bzw. Verantwortungsverteilung definieren.

Der vollständige Artikel ist erhältlich beim Verlag Dr. Otto Schmidt in Köln.

Das IT-Projekt im Konflikt mit dem vertraglich definierten Regelwerk – Hinweise aus Sicht der Informatikpraxis

Stiemerling, Oliver: Das IT-Projekt im Konflikt mit dem vertraglich definierten Regelwerk – Hinweise aus Sicht der Informatikpraxis, ITRB 12/2010, 289-291

Abstrakt

Projekte zur Entwicklung, Anpassung und Einführung von Unternehmenssoftware stellen aufgrund ihrer Komplexität, Kontextabhängigkeit und Interdisziplinarität eine große Herausforderung dar – umso mehr, als die Softwareunterstützung von zentralen Geschäftsprozessen heute für viele Unternehmen existenzielle Bedeutung hat. Banken, Versicherungen oder auch Telekommunikationsunternehmen sind ohne Informationstechnologie in ihrer heutigen Form und Wirtschaftlichkeit nicht vorstellbar.

Bis heute hat die Informatik kein „Patentrezept“ zur perfekten Durchführung eines Softwareprojekts liefern können – wohl auch deshalb, weil kein Projekt dem anderen genau gleicht und aufgrund der oben erwähnten Interdisziplinarität bei den Beteiligten mehr als nur Informatikkenntnisse gefordert sind. Ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Erfolgschancen eines Projekts sind die durch den zugrundeliegenden IT-Vertrag definierten kommerziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die Leistungserbringung der Projektbeteiligten. Passt dieses Regelwerk nicht zur gestellten fachlichen Aufgabe bzw. zu technologischen Gegebenheiten im Projekt, kann ein Vorhaben oft schon vor dem Start zum Scheitern verurteilt sein.

Es ist daher bereits bei der Vertragsgestaltung von großer Bedeutung, die  kritischen Aspekte eines IT-Projekts zu erkennen und angemessen zu berücksichtigen. Dieser Beitrag zeigt aus der Sicht der Informatik drei Charakteristika von IT-Projekten auf, die in der Praxis oft zu schwerwiegenden und folgenreichen Konflikten mit unpassenden Rahmenbedingungen führen.

Der vollständige Artikel ist erhältlich beim Verlag Dr. Otto Schmidt in Köln.

Identitäts- und Zugriffsmanagement für Cloud Computing Anwendungen – Technisch-organsatorische Probleme, rechtliche Risiken und Lösungsansätze

Laue, Philip / Stiemerling, Oliver: Identitäts- und Zugriffsmanagement für Cloud Computing Anwendungen – Technisch-organsatorische Probleme, rechtliche Risiken und Lösungsansätze, DuD 10/2010, 692-697

Abstrakt

Die Integration von Cloud Computing-Anwendungen in Unternehmensprozesse wird immer beliebter. Gerade dann, wenn mehrere Anwendungen in einem Unternehmen parallel eingesetzt werden, können Probleme bei der Zugriffsverwaltung jedoch rechtliche Risiken hervorrufen. Sollen daher Cloud Computing-Anwendungen eingesetzt werden, ist frühzeitig besonderes Augenmerk auf ein geeignetes technisches und organisatorisches Identitäts- und Zugriffsmanagement zu legen.

Der vollständige Artikel ist erhältlich bei der DuD – Datenschutz und Datensicherheit.

Software as a Service in der Praxis – Typische Konfliktfelder und Regelungsbedarf

Stiemerling, Oliver / Hirschmeier, Markus: Software as a Service in der Praxis – Typische Konfliktfelder und Regelungsbedarf, ITRB 6/2010, Seite 146-147

Abstrakt

Software as a Service (SaaS) ist im Begriff, sich zu einem etablierten Bereitstellungsmodell für Anwendungssoftware zu entwickeln. Als technologischer Nachfolger des Applikation Service Providing (ASP) hat die Bereitstellung von Anwendungssoftware über das Internet oder andere elektronische Netzwerke in stark standardisierbaren Bereichen wie zum Beispiel der Vertriebsunterstützung oder dem Online-Backup bereits Einzug in viele Unternehmen gehalten.
Dieser Beitrag zeigt Besonderheiten des Software as a Service-Modells auf, die in der Praxis oft zu Konflikten führen und deshalb bereits bei Vertragsabschluss bedacht und berücksichtigt werden müssen. Die Darstellung basiert auf der Mitwirkung der Autoren bei SaaS-Projekten und gutachterlicher Tätigkeit bei gerichtlichen Streitigkeiten in diesem Bereich.

Der vollständige Artikel ist erhältlich beim Verlag Dr. Otto Schmidt in Köln.

Software Usability – Veränderte Ansprüche an Programm und Dokumentation: Berücksichtigung im IT-Vertrag und Bewertung im Rechtsstreit

Stiemerling, Oliver: Software Usability – Veränderte Ansprüche an Programm und Dokumentation: Berücksichtigung im IT-Vertrag und Bewertung im Rechtsstreit, ITRB 7/2009, 154-158

Abstrakt

Die Benutzbarkeit (Usability) interaktiver Software durch Laien spielt aufgrund der zunehmenden Computerisierung vieler Lebensbereiche eine immer wichtigere Rolle. Dadurch motiviert, hat sich der Stand der Technik im Bereich der Dialoggestaltung bei Softwaresystemen in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt und in allgemein anerkannten Vorgehensweisen, Regeln und Normen niedergeschlagen. Direkte Konsequenzen dieser Fortschritte sind zum einen die nachlassende Bedeutung separater Benutzerhandbücher, zum anderen die stark gestiegenen Ansprüche an die Selbstbeschreibungsfähigkeit und allgemeine Benutzbarkeit interaktiver Software. Dies führt zu der Notwendigkeit, neben den Dokumentationsanforderungen auch die Usability bei der Gestaltung von IT-Verträgen explizit zu berücksichtigen und im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten zu bewerten. Der Beitrag versucht, die Eigenschaft Usability für juristische Fragestellungen greifbar zu machen und stellt aus technischer Sicht verschiedene Möglichkeiten der Berücksichtigung in IT-Verträgen und der Bewertung im Rechtsstreit vor.

Der vollständige Artikel ist erhältlich beim Otto-Schmidt-Verlag in Köln.